Wörterbuch
Altbergbau
Altbergbau – Gesamtheit der bergbaulich nicht mehr genutzten Grubenbaue wie Stollen/Schächte/Abbaustrecken/Abbaue, die vielerorts eine Gefährdung durch Tagesbrüche, Setzungen, Gebäuderisse etc. verursachen können.
Abbau
Abbau – Gewinnung von Bodenschätzen
ABG
ABG – Das Allgemeine Berggesetz für die Preußischen Staaten von 24. Juni 1865 fußte auf dem Allgemeinen Preußischen Landrecht und galt für alle Belange des Bergbaus.
ALR
ALR – Das Allgemeine Landrecht für die preußischen Staaten, erlassen in 1794, regelte das allgemeine Zivilrecht, Familien- und Erbrecht, Lehnsrecht, Ständerecht, Gemeinderecht, Staatsrecht, Kirchenrecht, Polizeirecht, Strafrecht und Strafvollzugsrecht in über 19.000 Vorschriften.
Auflast
Auflast – Summe aller von oben auf einen Grubenbau wirkenden Kräfte
Ausbiss
Ausbiss – an der Karbonoberfläche sichtbarer Teil eines Flözes
Auskunftshaftung
Auskunftshaftung – die Verpflichtung, für eine unrichtige/unvollständige Auskunft zu haften
Baugrund
Baugrund – der geologische Untergrund, der für die Errichtung eines Bauwerks und dessen Standsicherheit von Relevanz ist
Baugrunduntersuchung
Baugrunduntersuchung – Maßnahmen wie Sondierungen, Schürfe, Probenahmen und Bohrungen zur Ermittlung der Güte und Qualität des Baugrundes
Bauwürdig
bauwürdig – mit wirtschaftlichem Erfolg gewinnbarer Bodenschatz
Bergbaubetreibender
Bergbaubetreibender – derjenige, der zur Gewinnung eines Bodenschatzes Eingriffe in die Erdkruste vornimmt
Berge
Berge – taubes Gestein, das bei der Gewinnung eines Bodenschatzes mit anfällt
Bergmännisch
bergmännisch – Methoden, Techniken und Gebräuche des Bergmannes
Bergschaden
Bergschaden – Beeinträchtigung der Tagesoberfläche und den darauf befindlichen baulichen Anlagen durch Absenkung, Schiefstellung, Zerrung und Pressung infolge bergbaulicher Tätigkeiten
Bergschadenersatzanspruch
Bergschadenersatzanspruch – die Forderung nach einer angemessenen Entschädigung für die Wertminderung eines Grundstücks/Gebäudes infolge bergbaulicher Maßnahmen
Bergschadenkunde
Bergschadenkunde – Wissensgebiet aus dem Bereich des Markscheidewesens, das sich u. a. mit Vorausberechnungen und Messungen bergbaubedingter Gebirgs- und Bodenbewegungen befasst
Bergschadensverzicht
Bergschadensverzicht – vertraglich geregelter Verzicht des Eigentümers eines Grundstücks auf den ihm gesetzlich zustehenden Bergschadensersatzanspruch gegenüber dem Bergwerksunternehmer
Bergwerksfeldeigentümer
Bergwerksfeldeigentümer – eine natürliche oder juristische Person oder eine Personenhandelsgesellschaft, der vom Staat das Recht zur Gewinnung eines Bodenschatzes in einem festgelegten Raum der Erdkruste verliehen wurde
BGB
Bewetterung
Blindschacht
Boden
Bodenbewegungen
Bodenruhe
Bodenschätze
Braunkohle
Bruchmassen
BBergG
Deckgebirge
Diskordanz
E
Erbstollen
Erdkruste
Erosion
Erz
F
Felduntersuchung
Flache Bauhöhe
Förderung
G
Gang
Gebirge
Gebrochener Schacht
Gefahr
Gefahr – eine Situation oder ein Sachverhalt, der zu einer negativen Ausführung / einem Schaden führen kann. Nach OBG (Ordnungsbehördengesetz NRW) werden definiert:
- gegenwärtige oder akute Gefahr: bereits begonnenes oder unmittelbar bevorstehendes Schadensereignis
- konkrete Gefahr: mit Untersuchungen nachgewiesen, dass ein Schadensereignis eintreten kann
- latente Gefahr: bekannte, aber nicht verifizierte Möglichkeit eines Schadenseintritts
Geogitter
Geologie
Gesenk
Gestein
Geotechnik
Gewölbe
Glückauf
Grube
Grubenbau
Grubengebäude
Grundwasser
Grundwasserspiegel
H
Hangendes
K
Karbon
Kernbohrungen
Kohle
Konsolidieren
Konzessionen
Kreidezeit
L
Lagerstätte
Lichtloch
Liegendes
Lockergestein
Lockermassen
Luftschacht
S
Suspension
T
Tagebau
Tagesbruch
Tagesöffnungen
Tagesnaher Bergbau
Teufe
Tiefer Bergbau
Tonnlägig
U
Unter Tage
Über Tage
V
Verfüllung
Verjährung
Verkehrssicherungspflicht
Vollkronenbohrung
W
Wasserhaltung
Wetter
Wetterschacht
Wilder Abbau
Z